Freitag, 8. Oktober 2010

Früher war alles....

Ist zwar ein älterer Text (zwei Jahre etwa glaube ich ) , aber ich muss diese leere schwarze Wand hier jetzt mal entjungfern!

Darum:



"Bin ich? Was bin ich? Und warum? Und seit wann und bis wann?

Und was dann?

Was will ich hier überhaupt?

Ich bin ich... und "ich" ist... soviel.

Ganz anders als ihr alle und doch so ähnlich.

Ich .... möchte gern anders sein ...

und doch eine von euch.

Ich würd gern alle kennen ...dich, der du grad liest und dich, der du hörst...

und dich und dich und dich!

Und ich möchte gekannt werden! Hab Angst vergessen zu werden,

denn vergessen werden ist tot sein... oder?

Vielleicht würd ich darum gern etwas tun, das niemand vergisst. Niemals. Nie vergessen.

Und doch möchte ich manchmal unsichtbar sein. Ich fühl mich so zerbrechlich.

Alles um mich herum wie aus Stein, kein Rütteln bewegt es.

Nur ich, wie eine Feder, jeder Windhauch trifft mich, bewegt mich, nimmt mich mit.

Bewegt mich, bezaubert mich und macht mir Angst.

Dunkelheit... sie umgibt mich, sie trägt mich.

Sie fasziniert mich, ich lass mich gerne tragen und doch macht sie mir Angst.

Weil sie mich blind macht, weil sie Sachen verändert ohne sie zu ändern.

Und sie nimmt all das um mich herum weg, alles was mich abgelenkt hat von mir selbst.

Sie zwingt mich, mich selbst zu sehen, so wie ich bin, mich selbst zu hören, meine Gedanken, mich selbst zu fühlen, all die Bewegung.

Wenn ich sonst denke, ich bin ruhig, seh ich, ich bin ein unruhiger Geist.

Wenn ich sonst denke, ich bin selbstbewusst, hör ich in meinem Kopf die Zweifel schreien.

Sonst denk ich, ich bin robust,

doch in der Dunkelheit strömen die Schmerzen aus allen Verstecken.

Keine Träne kann sie heilen, kein Mittel sie betäuben.

Sie machen mich verletzlich und unsicher. Dabei wollen sie nur Aufmerksamkeit.

Der Geist will gezügelt und beruhigt werden.

Die Zweifel wollen verneint werden und die Schmerzen wollen gelindert werden.

Und so gern ich ohne euch alle leben können würde, so sehr brauche ich euch.

Was soll ich hier, wenn ich nicht gehört werde? Nicht gesehen werde?

Seht mich, hört mich! Fühlt mich! Nehmt mich wahr und auf und haltet mich fest.

Sonst nimmt der nächste Windstoß mich vielleicht endgültig mit!"